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BA-Studium Technische Informatik, 1992-1995. Nach dem Abi hatte ich genug vom Frontal-Unterricht, ich brauchte etwas Praktisches. Aber mit den guten Noten aus dem Abi nicht zu studieren, wäre absoluter Blödsinn gewesen.
Ein Beratungsgespräch im Arbeitsamt hat dann den Ausschlag gegeben. Dort hat man mir vorgeschlagen, an der Berufsakademie zu studieren. Die BA bot mir alles, was ich haben wollte: ein schnelles Studium (3 Jahre), viel Praxis im Unternehmen und konzentriertes Lernen im Klassenverband.
Nach dem eher technischen Studium wollte ich unbedingt etwas anderes machen. Ich habe zunächst einige Jahre als Projektleiter in internen IT-Projekten gearbeitet, später habe ich als Projektleiter und Lösungsarchitekt zahlreiche Business Intelligence Projekte bei Großkunden durchgeführt. 8 Jahre nach dem Studium bekam ich schließlich die Gelegenheit, mein in den Jahren erworbenes Wissen als Trainer an Projektleiter und Berater weiterzugeben.
Ich wollte nie "Karriere" machen, im Sinne einer Team- oder gar Bereichsleitung. Das war mir meist mit zu vielen äußeren Zwängen und administrativen Aufgaben verbunden. Mir war es immer wichtig, das zu tun, was mir am Herzen liegt, was mir Spaß macht und wo ich meine Kreativität ausleben kann. Eine große Firma wie HP bietet die einmalige Möglichkeit, sich auszuprobieren und genau das zu finden. Für mich was es die Tätigkeit als Trainer und Organisationsentwickler - sie bot mir die Gelegenheit, viele Kollegen im einzelnen und ganze Teams oder Bereiche in ihrer Entwicklung zu begleiten. Das daraus resultierende, positive Feedback, das man aus Trainings und Workshops unmittelbar mitnehmen kann, ist für mich berufliche Erfüllung geworden.
Heute arbeite ich als Bildungsberater für die HP Kundenschulung. In dieser Funktion konzipiere ich für Kunden Trainings- und Seminarprogramme. Das Studium in einem kleinen oder großen Unternehmen zu absolvieren, macht in meinen Augen einen großen Unterschied. Während man in kleinen Unternehmen meist eine wesentlich familiärere Atmosphäre vorfindet, ist man doch im Studium dann meist auf sich allein gestellt, insbesondere, wenn man der einzige BA'ler aus dem eigenen Betrieb ist. Absolviert man das Studium in einem großen Unternehmen, dann gehört man zu einem ganzen Team von BA'lern, in dem man sich gegenseitig unterstützt.
Da fällt der Abschied aus der Heimat dann auch nicht so schwer. Ein großes Unternehmen wie HP wirkt dann zwar erst einmal groß und anonym, aber bald lernt man die Vielfalt des Unternehmens schätzen, denn diese Vielfalt bietet Raum für Entfaltung der eigenen Interessen und Stärken. |