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Spaß am Verstehen

Wir wollen nicht auf gut qualifizierte Mädchen und Frauen verzichten.

Übersicht » Trauen sich Mädchen weniger zu? » Sind technische Ausbildungen „trocken“? » Warum ist die IT-Branche interessant? » Welche Qualifikationen sollten Mädchen/junge Frauen für technische Berufe mitbringen? » Bei welchen Berufen sind junge Frauen zu wenig vertreten » Wie kann das Tätigkeitsgebiet aussehen? » Welche Chancen bestehen nach der Ausbildung? » Warum will HP mehr Frauen und Mädchen beschäftigen? » Wie viele junge Menschen bildet HP aus? » Wie läuft die Ausbildung ab? » Gehen die Auszubildenden ins Ausland? » Wo können sich interessierte junge Frauen informieren?
Bernd Brennenstuhl Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Frauen in der IT-Branche liegt laut Bundesagentur für Arbeit bei circa 19 Prozent. HP beispielsweise will den Anteil beschäftigter Frauen konstant steigern. Das fängt bei der Ausbildung an: Der Prozentsatz weiblicher Auszubildender soll dauerhaft auf über 40 Prozent steigen.
Woran liegt es, dass sich Mädchen und junge Frauen weniger für technische Berufe und Branchen interessieren? Gilt hier immer noch das Vorurteil: Technik ist unweiblich? Diese Fragen beantwortet Bernd Brennenstuhl, Leiter Ausbildung bei HP Deutschland:

Trauen sich Mädchen weniger zu?

Meine Erfahrung aus Gesprächen mit Mädchen und jungen Frauen auf Ausbildungsmessen, Girls’ Days und bei Besuchen an Schulen ist, dass sie meist großen Respekt vor dem Fachwissen der Jungs haben, die ihre PCs selbst zusammen schrauben und Computer en détail kennen. Sie denken, dass sie sich deswegen weniger für einen technischen Beruf eignen. Das ist aber überhaupt nicht der Fall! Für den späteren Job ist tiefes technisches Spezialwissen meist nicht nötig. Viel wichtiger ist es, dass die soziale Kompetenz vorhanden ist: die Kunden verstehen, ihre „Sprache“ sprechen, auf sie zugehen, zuhören und Lösungen finden, mit denen sie zufrieden sind. Diese Fähigkeiten sind für das Projektmanagement essentiell.

Sind technische Ausbildungen „trocken“?

Viele junge Frauen haben auch ein falsches Bild von der Ausbildung in unserer Branche. Sie stellen sich vor, dass beispielsweise Informatiker in einem tristen Raum den ganzen Tag still vor dem Bildschirm sitzen. Dies entspricht aber nicht der Realität. Die Auszubildenden und BA-Studenten sind Teil des Teams, in hellen Büros, wie es sie in allen HP Niederlassungen gibt. Sie arbeiten in und mit vielen Teams – auch international – zusammen und lernen so das Unternehmen, seine Produkte und natürlich auch den Markt kennen. Außerdem ist es Teil unseres Ausbildungsprogramms, dass alle Auszubildende und BA-Studenten berufsübergreifend zusammen an Projekten arbeiten und so ein reger Austausch zwischen Kaufleuten und Technikern entsteht.

Warum ist die IT-Branche interessant?

Sie ist spannend und entwickelt sich permanent: Nehmen wir das Internet – wie hat es unser Leben verändert und in welchem Tempo? Im Web surfen, shoppen und chatten – das interessiert Jungen und Mädchen gleichermaßen. Fotos mit einem Handy oder einer Digitalkamera schießen, an Freunde verschicken oder ins Internet stellen, diese „Technik“ ist Teil ihres Alltags. Wen es interessiert, wie das funktioniert, was in Zukunft möglich sein kann oder wie man anderen die Zusammenhänge und den Nutzen einfach erklärt – der ist bei uns richtig.

Welche Qualifikationen sollten Mädchen/junge Frauen für technische Berufe mitbringen?

Es gibt keinen Unterschied der Qualifikation zwischen Mädchen und Jungen. Für beide gilt: Sie müssen technisches Interesse mitbringen und gute Noten in Mathematik, Deutsch und Englisch haben. Die Erweiterung der Englischkenntnisse kommt beispielsweise in der IT von ganz alleine. Das bietet natürlich auch für den weiteren Berufweg viele Chancen. Für den Berufsakademie-(BA)-Studiengang „Angewandte Informatik“ sind außerdem gute Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern gefordert, bei Wirtschaftsinformatik in Betriebswirtschaft.

Bei welchen Berufen sind junge Frauen zu wenig vertreten

Je technischer der Beruf klingt, desto weniger Bewerbungen von Mädchen und jungen Frauen bekommen wir. Bei uns sind das in erster Linie die Ausbildung zum/r Fachinformatiker/in und bei der BA „Angewandte Informatik“.

Wie kann das Tätigkeitsgebiet aussehen?

Schon während der Ausbildung werden die Jugendlichen an unterschiedlichen Standorten innerhalb Deutschlands und auch beim Kunden vor Ort eingesetzt. Die Einstiegstätigkeiten nach dem erfolgreichen Abschluss variieren sehr stark. Anna Fischer, ehemalige BA-Studentin der Angewandten Informatik, arbeitet nun zum Beispiel in den HP Labs Bristol in England. Dort forscht sie als Software/System Engineer an neuen Technologien für zukünftige HP Lösungen.

Welche Chancen bestehen nach der Ausbildung?

HP bildet in erster Linie für den eigenen Bedarf aus – in den 41 Jahren, in denen wir ausbilden haben wir mehr als 95 Prozent der Auszubildenden und BA-Studenten übernommen. Die Karrierewege sind breit gefächert: Von einer Aufgabe im erlernten Beruf über den Sales und Support bis hin zum Marketing. Einige starten als Unternehmensberater oder Projektmanager bei HP im Bereich "Consulting & Integration". Andere gehen in das Produktmanagement oder arbeiten als IT-Consultants – in Deutschland oder in einer anderen Niederlassung weltweit.

Warum will HP mehr Frauen und Mädchen beschäftigen?

Wir sind der Meinung, dass ein Unternehmen erheblich davon profitiert, wenn beide Geschlechter, unterschiedliche Kulturen und ganz verschiedene Lebensmodelle im gleichen Maß vertreten sind. Aus unserer Sicht ist der Anteil von Frauen bei HP nicht hoch genug. Wir wollen nicht auf gut qualifizierte Mädchen und Frauen verzichten.

Wie viele junge Menschen bildet HP aus?

Derzeit sind 329 Jugendliche bei HP in Ausbildung an den Standorten Bad Homburg, Böblingen, Ratingen, München, Dortmund, Krefeld, Jena und Frankfurt am Main. Davon sind 124 Auszubildende in den Berufen Kaufleute für Bürokommunikation, IT-System Kaufleute sowie Fachinformatiker und 205 Berufsakademie-Studenten für Wirtschaftinformatik, angewandte Informatik und Facility Management.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Das Studium an der BA dauert drei Jahre. In sechs Semestern werden die Inhalte eines Hochschulstudiums vermittelt und vertieft. Die Semester wechseln zwischen Studienphasen an der BA und Praxisphasen im Unternehmen. Die Berufsausbildung dauert zweieinhalb bis drei Jahre und auch dort wechseln sich Betriebseinsätze mit Berufsschulphasen ab.

Gehen die Auszubildenden ins Ausland?

Wir sind ein internationales Unternehmen und haben allein in Böblingen Mitarbeiter aus über 60 Ländern. Daher fördern wir bei unseren Mitarbeitern das Verständnis für andere Kulturen. Das fängt bei den Auszubildenden und BA-Studenten an. Rund 70 Prozent der BA-Studenten verbringen im Rahmen ihrer 3-jährigen Ausbildung drei Monate in Großbritannien, Spanien, Dubai, Asien oder den USA. Bei den Auszubildenden sind es rund 40 Prozent, die einen Teil der 2,5- bis 3-jährigen Ausbildung im Ausland absolvieren.

Wo können sich interessierte junge Frauen auss hier im Internet informieren?

HP unterstützt außerdem die Programme zur Berufsorientierung der einzelnen Bundesländer, wie zum Beispiel BORS an Realschulen und BOGY an Gymnasien. Zusätzlich zu den Lehrinhalten an der Schule bietet die HP Ausbildung interessierten Schülern und Lehrern Veranstaltungen zur Berufsorientierung an.
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